7. V 2050
Leider müssen wir gleich mit schlechten Nachrichten anfangen … seit kurzem ist der Humanis Policlub „Arctic Nation“ im Seattle Metroplex Sprawl öffentlich aktiv. Anders als der Name vermuten lässt handelt es sich nicht um einen Policlub aus dem arktischen NAN-Umfeld, sondern um Rassisten ganz alter Schule, die nicht nur Metamenschen gerne in Lagern sähen sondern auch noch dem alten Alptraum von der „Herrschaft der Weissen Rasse“ nachhängen. Wer dann und wann im Südosten zu tun hat, kennt die Jungs und Mädels vielleiucht schon. In New Orleans haben sie letzten Jahr kräftig auf’s Maul bekommen.
Ich weiss, aus mehreren Quellen, dass sie schein seit ein paar Monaten in Seattle aktiv sind, aber bisher haben sie sich bedeckt gehalten. In der letzten Woche haben sie aber mehrfach Flugblätter verteilt und öffentlich Reden geschwungen. Dafür wurden sie natürlich direkt von eine Gruppe Orks aufgemischt. Aber ich sage euch … irgendwas stimmt nicht mit denen. Und damit meine ist nicht nur deren Oberstübchen.
Ich hab Aufzeichnungen von dem Zwischenfall mit den Orks gesehen. Und ich kann euch sagen … Lone Star hat ungewöhnlich lange gebraucht, um vor Ort zu erschienen, um genau zu sein kamen sie erst als es für die Arctic Nation anfing richtig, richtig schlecht auszusehen. Und überdies hat Lone Star dann auch noch recht einseitig eingegriffen. Und als wäre das alle noch nicht genug, hatten die Arctic Nation Kerle auch noch praktisch fabrikneue Ausrüstung der neuesten Generation.
Aber … statt Vermutungen erstmal ein paar Fakten. Sie haben in einem alten Lagerhaus Ecke Marion Street und Alskan Way, direkt gegenüber vom Fähranleger als ihr – wenig verstecktes – Hauptquartier aufgeschlagen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Lage zwischen der Ork-Unterstadt und jenem Abschnitt des Hafen, der in Hand der NAN und der Japaner ist Zufall sein kann, aber wer weiss, vielleicht sind sie einfach auf Ärger aus, oder wollen ihre Gegner nur gut im Auge behalten.
Sie haben ein wahnsinnig kreatives Logo: Eine stilisierte, weisse Schneeflocke in einem schwarzen Kreis, auf rotem Grund. Immerhin leicht zu erkennen.

Der Club wird selbstverständlich streng nach dem Frührerprinzip geleitet und sein aktueller Führer Julius Stuyvesandt ist in Seattle kein Unbekannter. In jungen Jahren gehörte er zu den Ökoterroristen, die in den Olympus Mountains den Makah das Leben schwer machten. Als sich dieser Kampf als Aussichtslos herausstellte, verdingte er sich ein paar Jahre als Schmungler und versorgte Widerstandsgrupper innerhalb des Salish-Shidhe, die sich der indianische Herrschaft widersetzten mit Waffen. Dann verschwand er für ein paar Jahre. Scheinbar hat er jetzt seine politischen Ambitionen wiederentdeckt.
An seiner Seite sieht man häufiger einen Berg von Kerl, mit langen schneeweissen Haaren, der aber zu jung ist, als dass die Farbe natürlich wäre. Er scheint eine Art Leibwächter für Stuyvesandt zu sein und ist scheinbar neu in Seattle.
Ausserdem wissen wir noch, dass regelmässig Lastwagen in das Hauptquatier des Club ein und ausfahren. Deren Herkunft, Ziel und Ladung ist aber unbekannt.
So … jetzt seid ihr dran. Weiss jemand mehr über die Arschlöchen?
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